Antikriegstag 2019

18. August 2019

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Für Frieden,

Abrüstung und Völkerverständigung!

Der Antikriegstag erinnert jährlich an den Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Angriff der Deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939.
Die Initiative für diesen Gedenktag ging vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) aus, der erstmals am 1. September 1957 unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ zu Aktionen aufrief. Auf dem DGB-Bundeskongress 1966 wurde ein Antrag angenommen „…alles Erdenkliche zu unternehmen, damit des 1. September in würdiger Form als eines Tages des Bekenntnisses für den Frieden und gegen den Krieg gedacht wird.“

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Südosthessen und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund des Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Main-Kinzig laden herzlich zur diesjährigen Antikriegstagveranstaltung „Nie wie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Für Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung!“ ein.

am 02.09.2019, 19.00 Uhr,
DGB-Haus Hanau, 5. Etage, Am Freiheitsplatz
Mit Erich Schaffner, Rezitator und Sänger

Am 1. September 1939 überfiel Nazi-Deutschland Polen und löste damit den Zweiten Weltkrieg aus, der 20 Millionen Tote brachte. Achtzig Jahre nach Beginn des grauenhaften Vernichtungskriegs der Nazis müssen wir am Antikriegstag daran erinnern, wohin das Wiedererstarken von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus sowie Militarismus, Menschenfeindlichkeit und Rassismus führen kann.

Die aktuelle Weltlage ist geprägt durch Unsicherheit und Instabilität. Wir werden nicht nur Zeuge, wie ein neuer Aufrüstungswahn um sich greift, sondern sehen uns mit einer neuen nuklearen Bedrohung konfrontiert. In einer Zeit, in der alle Atommächte dabei sind, ihre Nuklearwaffen zu modernisieren, steigen die USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran aus und kündigen das Abkommen über nukleare Mittelstreckensysteme mit Russland. Auch die Bundesregierung ist in der Verantwortung, diesem Irrsinn Einhalt zu gebieten. Sie muss endlich den UN-Vertrag über das Verbot von Atomwaffen unterzeichnen, dem bereits rund 130 Staaten zugestimmt haben.

Welche Ausmaße das neuerliche Wettrüsten erreicht hat, zeigt sich bei den Militärausgaben. Die Bundesregierung rüstet auf! Betrug der deutsche Verteidigungsetat 2015 noch 33 Mrd. Euro, so ist er inzwischen auf 43,2 Mrd. Euro gestiegen. Wenn Deutschland die NATO-Vorgabe befolgt, seine Wehrausgaben bis 2024 auf zwei Prozent des BIP zu steigern, so beträgt der Rüstungsetat in fünf Jahren bei 85 Mrd. Euro. Schluss damit! Schon heute nimmt Deutschland den achten Platz bei den Rüstungsausgaben ein.

Soziale Gerechtigkeit und sichere Zukunftsperspektiven für alle – das ist zugleich die wirksamste Antwort auf die Spaltungs- und Ausgrenzungsparolen von Rechtspopulisten und Rechtsextremisten. Sie machen mobil gegen unsere Demokratie und sagen unserer vielfältigen und weltoffenen Gesellschaft den Kampf an. Wie wenig die Rechtspopulisten und Rechtsextremisten dabei vor Gewalt und Terror zurückschrecken, hat erst jüngst der Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke verdeutlicht.

Frauen im Widerstand

18. August 2019

Workshop: „Diskrimienierung im Alltag“

22. Januar 2019

Europäischer Widerstand 1922-1945

22. Januar 2019

Aufruf der VVN-BdA und des DGB: Der 1. Mai bleibt nazifrei!

22. Januar 2019

Faschismus ist keine Meinung-sondern ein Verbrechen!!!

Der 1. Mai bleibt nazifrei!
Am 1. Mai 2019 mobilisiert die neofaschistische NPD bundesweit vormittags zunächst nach Hanau und nachmittags nach Frankfurt. Wir rufen dazu auf, den 1. Mai zu einem Tag des antifaschistischen Widerstands im Rhein-Main-Gebiet zu machen und an den Gegenprotesten in Hanau und Frankfurt teilzunehmen.
Internationaler Tag der Arbeiterbewegung
Der 1. Mai ist der traditionelle Tag der Arbeiterbewegung. An diesem Tag vergewissern wir uns unserer Ziele im Interesse aller von Lohnarbeit oder Sozialeinkommen abhängigen Menschen, hier und in aller Welt. Das gilt unabhängig davon, welche politische Richtung wir im einzelnen vertreten, und stiftet Gemeinschaft vor allem für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter.
Die Verdrehung der Tradition durch den Faschismus
Die NPD hat das Datum des 1. Mai nicht zufällig gewählt. Seit Jahren versuchen sie an diesem Tag Massenaufmärsche zu organisieren. Sie folgen damit bewusst einer Strategie des deutschen Faschismus. 1933 hatte Hitler den Tag zum nationalen Feiertag erklärt und als Auftakt zur Zerschlagung der Gewerkschaften arrangiert. Am 2. Mai besetzten SA-Truppen die Gewerkschaftshäuser und verhafteten die Gewerkschafter. In der Folgezeit sanken Löhne und die Arbeitszeiten stiegen auf bis zu 70 Stunden in der Woche. Wer sich in diese Tradition stellt, hat kein Interesse an Arbeitnehmerrechten.
Kampfansage an Arbeiterbewegung
Der geplante Aufmarsch der NPD ist vor allem eine Kampfansage an die organisierte Arbeiterbewegung. Als alte Industriestadt mit starken konfliktorientierten Gewerkschaften steht Hanau für eine Tradition, die die extreme Rechte brechen möchte. Einer ihrer Vordenker, Götz Kubitschek, hat die soziale Frage als das „Kronjuwel der Linken“ bezeichnet und dazu aufgerufen, es ihnen abzujagen. Hinzu kommt, dass Hanau im Landtagswahlkampf 2018 das Zentrum der Auseinandersetzung mit der AfD war. Die Kampagne „Keine AfD in den Landtag“ hatte in Hanau ihr organisatorisches Zentrum und war der Rechten ein Dorn im Auge. Proteste vorm Gewerkschaftshaus und Angriffe auf Gewerkschafter hatten gezeigt, dass die Rechte auch heute kein Interesse an starken Gewerkschaften hat.
Solidarische Stadt gegen rassistische Hetze und Ausgrenzung
Das Motto der NPD am 1. Mai lautet: „Hanau und Frankfurt sind unsere Städte – gegen kriminelle Ausländer und Asylbetrüger“. Wie 1933 versuchen sie aus dem Widerspruch zwischen oben und unten einen Widerspruch zwischen drinnen und draußen zu machen. Der Hetze und Ausgrenzung der Rassisten werden wir mit einer klaren Botschaft entgegentreten. „Solidarität statt Spaltung“ hat in Hanau eine mehrjährige Tradition, die sich in der Forderung nach einer solidarischen Stadt sowie in vielfältigen Praktiken gegen Ausgrenzung und Abschiebung widerspiegelt. Am 1. Mai werden wir diese Initiativen und Projekte für eine offene Gesellschaft auf die Straßen und Plätze bringen. Wir wollen sichtbar machen, dass wir Teil einer vielfältigen und bunten Welt sind, die es überall auf diesem Planeten möglich machen will, menschenwürdig und mit gleichen Rechten für Alle in Frieden und Freiheit zu leben.
Gemeinsam gegen Nazis
Das Parteiensystem ist in der Krise und die Gesellschaft im Umbruch. Für immer mehr Menschen wird der soziale Abstieg zu einer allgegenwärtigen Bedrohung. Gleichzeitig werden Themen wie Digitalisierung und Zuwanderung im politischen Diskurs zu folgenschweren Bedrohungen inszeniert. Wir sagen: Die Angst vieler Menschen vor sozialer Ausgrenzung und Altersarmut ist real. Doch Hartz IV, die Rente mit 67 und Leiharbeit sind nicht das Ergebnis von Flucht und Migration, sondern Folge konkreter politischer Entscheidungen. Sie hatten das Ziel einen Niedriglohnsektor zu schaffen und das unternehmerische Risiko weitestgehend auf die Beschäftigten abzuwälzen. Dagegen gemeinsam zu kämpfen ist notwendig, wenn sich die soziale Lage der Menschen verbessern soll. Doch Ausgrenzung und das Märchen von der Volksgemeinschaft hindern uns an gemeinsamen Kämpfen. Deshalb sagen wir: Die NPD hat auch am 1. Mai nichts in Hanau und Frankfurt verloren und rufen zum gemeinsamen Protest auf.

Die VVN-BdA Main-Kinzig wünscht ein friedliches , gesundes und erfolgreiches 2019

4. Januar 2019

VVN-BdA MKK ruft auf: Vielfalt-Gerechtigkeit-Solidarität Heraus zum 1. Mai in Hanau!

24. April 2018

Treffpunkt: 09.45 Uhr am Goldschmiedhaus Hanau Kundgebung, danach Demo zum Olof-Palme-Haus mit Maifest und Infostand der VVN-BdA MKK

 

Auch in diesem Jahr rufen der DGB und seine Gewerkschaften unter dem Motto „Vielfalt-Gerechtigkeit-Solidarität“ zur Teilnahme an der Maikundgebung in Hanau auf, die für 10 Uhr auf dem Altstädter Markt geplant ist. Mit dem ehemaligen 1. Bevollmächtigten der IG Metall Frankfurt und langjährigem Geschäftsführer des Saarbrücker INFO-Instituts Prof. Dr. Heinz Bierbaum konnte für die Kundgebung wieder einmal ein prominenter Mairedner gewonnen werden.

DGB Regionsgeschäftsführerin Ulrike Eifler freut sich über die Prominenz am 1. Mai ebenso wie über die Stimmen aus der Region, die im Anschluss an die offizielle Mairede zu hören sein werden. „Der Name Heinz Bierbaum dürfte hier in der Region bekannt sein, denn er zeichnet sich durch sein langjähriges gewerkschaftspolitisches Engagement aus. Heinz Bierbaum steht zudem durch sein gewerkschaftliches Wirken für die Wahrnehmung des politischen Mandats durch die Gewerkschaften“, sagte Eifler. In einer Zeit, in der tarifliche Erfolge durch kommunale Gesetzgebung wie die Erhöhung der Kitagebühren oder die Anhebung der Grundsteuer entwertet würden, sei es umso wichtiger, dass  sich die Gewerkschaften nicht nur tarifpolitisch, sondern auch gesellschaftspolitisch zu Wort melden, sagte Eifler. Schwerpunkte in den Maireden werden daher die großen gesellschaftlichen und globalen Umbrüche sein, der zu beobachtende Rechtsruck ebenso wie die wachsende Kriegsgefahr.

Eifler freut sich aber ganz besonders auf die Wortbeiträge aus der Jugend und von den Aktivisten der Gruppe „kein mensch ist illegal“. Für die musikalische Umrahmung des Programms sorgen wie bereits in den Vorjahren Robert Pfaff und der Hanauer Gewerkschaftschor. Nach einer Stunde wird es eine Demonstration zum Olof-Palme-Fest geben, wo die Gewerkschaften wie jedes Jahr zu einem großen Maifest einladen.

08. Mai 2018 Tag der Befreiung vom Faschismus

24. April 2018

Das siebte Kreuz

oder Widerstand gestern und heute

Hartmut Barth-Engelbart liest aus dem berühmten Roman von Anna Seghers. Im Wechsel singt und spielt Philipp Hoffmann Widerstandslieder. Ulrike Eifler trägt Berichte ihres Großvaters vor, der das KZ in Dachau überlebt hat

Dienstag, 8. Mai, 18.30 Uhr,

DGB Hanau, Am Freiheitsplatz 6, Dachsaal

Der DGB Kreisverband Main Kinzig und die VVN-BdA Main-Kinzig laden zu einem außergewöhnlichen politisch-kulturellen Abend ein: Der Schriftsteller, Grafiker und Publizist Hartmut Barth-Engelbart liest Ausschnitte aus dem Roman „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers. Die Hanauer Gewerkschafterin und Autorin Ulrike Eifler liest Ausschnitte aus den Berichten ihres Großvaters vor, der das KZ in Dachau überlebt hat; ergänzt um Beispiele des regionalen Widerstandes gegen den Faschismus. Und der blinde Kasseler Bariton und Akkordeonist Philipp Hoffmann trägt hierzu Lieder aus dem Widerstand vor.

Anna Seghers schrieb „Das siebte Kreuz“ in ihrem Pariser Exil in den Jahren 1937 bis 1939, es erschien zuerst 1942 in Boston auf Englisch und danach in Mexiko auf Deutsch. In Deutschland kam die erste Buchausgabe 1946 heraus. In ihrem Buch beschreibt Anna Seghers den Fluchtversuch von sieben Häftlingen aus dem Konzentrationslager Westhofen (das reale KZ hieß Osthofen), den sechs der sieben Männer mit dem Leben bezahlen. Das siebte der sieben Kreuze, die für die wieder gefangenen Geflüchteten aus dem KZ errichtet worden sind, bleibt frei. Bei der Beschreibung der Flucht wird ein Panorama der damaligen Zeit und Gesellschaft gezeichnet, das in seiner Eindrücklichkeit und seinem harten Realitätsbezug seinesgleichen sucht.

Mit dieser Veranstaltung will der DGB und die VVN-BdA sowohl den Widerstand gegen den Faschismus würdigen, als auch zum Engagement gegen autoritäre Entwicklungen motivieren. Der Abend wird damit zu einem kulturellen und akustischen „Stolperstein“.

 

 

VVN-BdA Main-Kinzig bei den Antirassismus Wochen in Hanau dabei!

4. März 2018

Wochen gegen Rassismus in Hanau

4. März 2018

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